In ganz Europa verändert sich die Art, wie Schule gedacht und gestaltet wird. In Österreich zeigt sich dieser Wandel besonders deutlich: Der Trend geht weg von starren Klassenzimmern und Frontalunterricht, hin zu offenen Lernlandschaften, in denen Eigenständigkeit, Bewegung und Kooperation den Schulalltag prägen. Schulen entwickeln sich zu Lebensräumen, in denen Kinder selbstbestimmt lernen, Verantwortung übernehmen und ihre Lernumgebung aktiv mitgestalten.
Der Vorläufer dieser Veränderungen: das Churer Modell
Das Churer Modell ist ein pädagogisch-didaktisches Unterrichts- und Raumkonzept aus der Schweiz. Es wurde Anfang der 2000er Jahre an den städtischen Schulen von Chur entwickelt und steht seitdem für den Wandel vom klassischen Frontalunterricht hin zum offen, selbstorganisierten und individuell gestalteten Lernen. Dieser Ansatz verändert nicht nur den Lernprozess, sondern auch die Raumgestaltung. Statt klassischer Reihenbestuhlung kommen flexible Möbel, offene Lernzonen und Arbeitsplätze auf verschiedenen Höhen zum Liegen, Sitzen oder Stehen zum Einsatz.
Während in der Schweiz das Churer Modell als Vorbild für diese Entwicklung gilt, haben sich in Österreich eigene Konzepte herausgebildet, die denselben Grundgedanken teilen: Sie alle setzen auf Offenheit, Flexibilität und pädagogische Freiheit – und damit auf Räume, die sich verändern dürfen.
Lernen neu gedacht – das österreichische Raumverständnis
Österreich hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung im Bereich der Schularchitektur durchlaufen. Der klassische Klassenraum verliert zunehmend an Bedeutung. Stattdessen entstehen Räume, die Lernen als dynamischen Prozess begreifen – Räume, die Bewegung ermöglichen, Austausch fördern und Konzentration zulassen.
Ein zentrales Beispiel dafür ist das sogenannte Cluster-Modell. Mehrere Klassenräume sind hier um einen offenen Lernbereich gruppiert – den sogenannten „Marktplatz“. Flure werden zu Begegnungszonen, Arbeitsflächen entstehen dort, wo früher Übergänge waren. Diese Architektur steht sinnbildlich für einen Wandel in der Haltung: Lernen soll nicht begrenzt werden, sondern wachsen dürfen.
Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat dieses Konzept mittlerweile zum Standard für viele Schulneubauten gemacht. Cluster-Schulen finden sich heute in zahlreichen Städten – von Wien über Graz bis Innsbruck. Sie bieten Raum für Gruppenarbeit, Rückzug, Präsentation und Bewegung und schaffen damit das architektonische Fundament für eine neue Lernkultur.
Neben dem Cluster-Modell setzen immer mehr Schulen auf offene Lernlandschaften oder das Lernhaus-Konzept. Hier stehen nicht mehr einzelne Klassenzimmer im Mittelpunkt, sondern ganze Lernbereiche mit unterschiedlich gestalteten Zonen: Arbeitsinseln, Rückzugsnischen, Kommunikations-, Bewegungs- und Kreativräume. Diese Vielfalt ermöglicht Differenzierung, Selbstorganisation und einen Unterricht, der auf die Bedürfnisse der Kinder eingeht.
Im Bildungscampus Sonnwendviertel in Wien zeigt sich, wie diese Offenheit funktioniert – Lerninseln, Präsentationsflächen und variable Möbel machen den Raum zum pädagogischen Werkzeug.
Raumgestaltung als Teil der Pädagogik
Die Gestaltung dieser Räume folgt keiner rein architektonischen Logik, sondern einer pädagogischen. Lehrkräfte, Architekt:innen und Pädagog:innen arbeiten eng zusammen, um Räume zu schaffen, die didaktische Konzepte unterstützen.
Dabei wird deutlich: Der Raum selbst wird zum Lernpartner. Er kann motivieren, strukturieren und inspirieren. Kinder, die ihren Arbeitsplatz wählen dürfen, übernehmen Verantwortung für ihr Lernen. Bewegung wird zum natürlichen Bestandteil des Unterrichts. Statt langer Frontalphasen treten kurze Inputs, gefolgt von eigenständigen Arbeitsphasen.
Diese Entwicklung zeigt, dass Pädagogik und Architektur untrennbar verbunden sind. Und genau hier kommt Xbrick ins Spiel.
Xbrick als flexibler Lernbegleiter
Xbrick steht für Bewegung, Flexibilität und Partizipation – drei Eigenschaften, die perfekt zur Lernkultur passen, wie sie in Österreich immer mehr gelebt wird. Das leichte, stapelbare Möbelstück lässt sich mit wenigen Handgriffen verändern und an jede Lernsituation anpassen. Ob als Sitz, Tisch, Podest oder Stehpult – Xbrick schafft Freiräume, wo starre Strukturen weichen.
In Schulen, die auf offene Lernformen setzen, spielt Mobilität eine zentrale Rolle. Möbel müssen schnell verschiebbar, multifunktional und robust sein. Xbrick erfüllt genau diese Anforderungen und wird so zum Werkzeug, mit dem Schülerinnen und Schüler ihren Raum selbst gestalten können.
Er macht Lernen im Sitzen, Stehen oder in Bewegung möglich und unterstützt so ein pädagogisches Prinzip, das in Österreich immer stärker verankert wird: Lernen ist kein statischer Zustand, sondern ein Prozess, der durch Aktivität, Wahlfreiheit und Selbstorganisation entsteht.
Vielfalt statt Einheit – Österreichs flexible Modelle
Ein besonderes Merkmal des österreichischen Bildungssystems ist, dass es kein einziges festgeschriebenes Raumkonzept gibt. Stattdessen existieren mehrere Modelle, die miteinander kombiniert oder individuell interpretiert werden.
Diese Offenheit schafft Gestaltungsfreiheit und erlaubt es Schulen, eigene Wege zu gehen. Manche setzen auf ruhige Lernzonen, andere auf kommunikative Flächen oder Bewegungsbereiche. Xbrick unterstützt all diese Varianten, weil er so vielseitig ist wie die Schulen selbst.
Förderung von Innovation und MINT-Kompetenzen
Neben räumlicher Flexibilität legt Österreich großen Wert auf inhaltliche Innovation. Besonders im MINT-Bereich – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – gibt es zahlreiche Programme, die Schulen ermutigen, neue Lernformen zu erproben.
Initiativen wie SEED, culture connected oder die MINT-Schecks Tirol fördern Projekte, in denen Schülerinnen und Schüler experimentieren, forschen und kreativ arbeiten. Die MINT-Gütesiegel-Schulen zeigen, wie sich moderne Pädagogik und flexible Lernräume gegenseitig verstärken können.
Auch internationale Programme wie Erasmus+ unterstützen den Austausch von Ideen und Methoden. Schulen, die ihre Räume anpassen und neue Lehrkonzepte erproben, erhalten damit Rückenwind – ideell und finanziell.
Ein Land in Bewegung
Österreich steht für Vielfalt – und genau diese Vielfalt prägt auch seine Bildungslandschaft. Ob Cluster-Schule, Lernhaus oder offene Lernlandschaft: Überall entstehen Räume, die Bewegung zulassen, Kooperation fördern und individuelles Lernen ermöglichen.
Diese Entwicklung zeigt, dass moderne Schule weit mehr ist als Unterricht im klassischen Sinn. Sie ist ein Lebensraum, in dem Kinder wachsen, ausprobieren, gestalten und Verantwortung übernehmen.
Xbrick unterstützt diesen Wandel, weil er die Freiheit des Lernens sichtbar macht. Er schafft Raum, wo zuvor Grenzen waren, und inspiriert dazu, Schule immer wieder neu zu denken – beweglich, kreativ und gemeinsam.
Fazit
Die Zukunft des Lernens ist flexibel und sie beginnt in Räumen, die Veränderung zulassen. Österreich zeigt eindrucksvoll, wie Architektur, Pädagogik und Möbelgestaltung zusammenwirken können, um eine neue Lernkultur zu schaffen.
In ganz Österreich – vom städtischen Bildungscampus bis hin zu ländlichen Schulen – überall entstehen Lernumgebungen, die Selbstorganisation, Motivation und Gemeinschaft fördern. Xbrick ist dabei mehr als nur ein Möbelstück: Er ist ein Werkzeug für eine Schule, die sich bewegt – im Raum, im Denken und im Lernen.